Phosphat PO4 und deren Gehalt im Wasser ist einer der wichtigsten Kenngrößen in der Meerwasseraquaristik, die wir Aquarianer regelmäßig messen sollten. PO4 ist auch im natürlichen Meerwasser enthalten und für viele Korallen sehr wichtig. Dennoch sollte der Wert allgemein sehr niedrig gehalten werden. Man spricht von Idealwerten wenn der Wert bei
< 0,05ml/Liter liegt. Er darf aber auch nicht unter die Nachweisgrenze fallen. Ebenfalls wichtig ist, dass die Korallen nicht starken PO4 Schwankungen ausgesetzt werden. Darauf reagieren viele Korallenarten sehr empfindlich. Für Fische ist PO4 unbedenklich.

Viele Aquarianer sprechen auch von dem Ritt auf der Rasierklinge, wenn es um den PO4 Wert und deren Stabilität geht.

m den PO4 Gehalt im Wasser messen zu können gibt es unterschiedliche Verfahrensweisen. Die geläufigste Methode ist ähnlich wie beim Test von NO2 und NO3 mit Hilfe eines Farbumschlagtests. Diese gibt es von Anbietern wie Salifert, Red Sea, Giesemann, ATI und vielen mehr. (Siehe Referenz unten). Wer es etwas genauer will, kann zum Phototester von HANNA greifen. Hier ist vor allem der HI774 beliebt, da dieser im LOW RANGE Bereich misst. Man muss sich allerdings einer kleinen Umrechnungsformel bedienen, um den Wert von ppm in mg/l umzurechnen.

Die Formel lautet: ppmWert x 3,066/1000

Hanna Checker HI713

Ähnlich wie Nitrat ist auch PO4 eine Nahrungsquelle für Algen. Wer also konstant zu hohe Phosphatwerte im Becken hat, darf sich über Algenwuchs nicht wundern.

Gründe für zu hohe Phosphatwerte

Mögliche Gründe für zu hohe PO4 Werte im Aquarium sind vor allem:
+ Statt Osmosewasser wird Phosphat belastetet Leitungswasser verwendet
+ der Fischbesatz ist zu hoch
+ es wird zu viel gefüttert
+ die allgemein Filterleistung ist zu schwach
+ schlecht durchströmte Bereiche (siehe Strömungspumpe)

Wie kann man den PO4 Wert reduzieren?

Neben den offensichtlichen Möglichkeiten wie die Anpassung der Futtermenge oder das Verwenden einer Osmoseanlage zur Herstellung von Osmose Wasser kann man den Phosphatwert auch aktiv senken. Hierzu eignen sich vor Phosphatadsorber. Diesen kann man entweder über eine Filtersocke einsetzten oder idealerweise mithilfe eines Fließbettfilters.

Artikel in diesem Beitrag:

ANZEIGE

Tagged:

Teile Deine Erfahrung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.