Frostfutter stellt in der Meerwasseraquaristik neben dem Lebendfutter die natürlichste Art der Fütterung dar. Das liegt vor allem daran, dass das aufgetaute Futter dem ursprünglichen lebenden Tier am nächsten ähnelt und durch die Schockfrostung die meisten Nährstoffe noch vorhanden sind.

Bei den meisten Becken wird über Tag mit einem Futterautomat Flocken oder Granulat Futter dem Wasser in vorher festgelegten Zeitintervallen zugeführt. Bewährt hat sich die automatische Zugabe 2x am Tag plus die Fütterung mit Frostfutter am Abend. Das bietet den Fischen eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung.

Niemals gefroren verfüttern

Viele Anfänger denken man könnte das Futter gefroren ins Becken geben. Dann haben die Fische auch noch was zu tun. Ich würde in jedem Fall davon abraten den gefrorenen Futterwürfel direkt ins Wasser zu geben. Zum einen entspricht dies nicht die natürliche Art der Fütterung, das Futter ist viel zu kalt für die teils empfindlichen Fische und man führt seinem Aquarienwasser unnötig viel Phosphat (PO4) zu.

Perfekt ist, wenn man den Würfel mit einem Sieb (z. B. Artemiasieb) unter laufenden Leitungswasser auftaut. Die dauert nur max. 30 Sekunden. Anschliessend noch etwas weiter ausspülen und abtropfen lassen bevor man es ins Becken gibt. Das Leitungswasser darf dabei ruhig lauwarm sein. Es muss meiner Meinung nach kein Osmosewasser sein. Der Eintrag von Leitungswasser ins Becken ist dabei nur sehr gering, sofern man das Futter gut abtropfen lässt. Aufgetaut sollte das Futter nicht länger als 30 Minuten an der Luft sein, der Zersetzungsprozess setzt sehr schnell ein. Die Gefahr das man Schadstoffe ins Becken mit einbringt ist bei Frostfutter das zu lange aufgetaut ist sehr groß.

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